Geschichte

1950er und 1960er | Wie alles begann

1951 beginnt Peter Iseli seine Lehre bei Optik Keller in Basel: «Geh zu Keller, siehst Du heller». Es folgen die Meisterschule und Abstecher nach Lausanne, Luzern, Bern und Lugano, bevor Peter ab 1960 wieder zu Optik Keller zurückkehrt.

1969 gründet Peter zusammen mit Hans Ruedi Studer die Firma Optiker Iseli + Studer. Sie beziehen das Ladenlokal an der Gerbergasse 16 in der Passage des Kinos Studio Central.

1970er | Die turbulenten ersten Jahre

Ein zweites Geschäft in der Spalenvorstadt wird 1972 eröffnet. Während Peter das Hauptgeschäft in der Gerbergasse betreibt, kümmert sich Hans Ruedi um das neue Geschäft an der Spalenvorstadt. 1974 trennen sich Peter und Hans Ruedi und führen ihre Geschäfte als Einzelbetriebe weiter. Beide haben keine Angestellten und erwischen eine gute Zeit ‒ die Geschäfte florieren.

So sehr, dass 1976 Peters Frau, Margrit Iseli, eine zweijährige Lehre zur Optolaboristin beginnt und im Geschäft mitarbeitet. Sie ist es auch, die das Händchen für modische Brillenfassungen hat. Alain Mikli mit seinen exklusiven Kunststofffarben und auch Christian Dior finden ihren Weg nach Basel.

1980er | Farbe kommt ins Spiel

1980 entdecken Peter und vor allem Margrit an der Brillenmesse SILMO in Paris die Kollektion Lafont. Sie fällt insbesondere durch farbige Kunststofffassungen auf. So war der Grundstein für Iseli Optiks Ruf als Basels Optiker mit den trendigen farbigen Brillen gelegt.

Peter und Margrit fahren des Öfteren mit dem Nachtzug nach Paris. Sie verbringen den Tag in den Ateliers von Lafont und bringen mit dem Abendzug eine Menge Fassungen in allen Farben nach Basel. Das Model Genie ist legendär.

1987 beginnt Käthi Grossenbacher Iseli, Peter und Margrits Schwiegertochter, bei Iseli Optik zu arbeiten. Sie ist die Spezialistin für das Färben der Lafont-Fassungen. Denn die andauernden Fahrten nach Paris sind mittlerweile zu aufwendig, weshalb im 5. Stock in der Studio-Central-Passage ein eigenes Färbeatelier eingerichtet wird.

Gleich nach Käthis Eintritt fahren Peter und Margrit für drei Wochen in die USA und überlassen ihr das Geschäft. Serge Iseli, Sohn von Peter und Margrit, fährt in dieser Zeit jeden Morgen mit dem Velo die zehn Kilometer nach Therwil, wo er die zu montierenden Brillen in das Einschleifatelier einer Kollegin bringt. Am Abend holt er die fertigen Brillen mit dem Velo wieder ab.

1990er | Neuer ‒ Grösser ‒ Besser

1990 beginnt eine Liebesgeschichte, die noch heute andauert. Peter, Margrit und Käthi entdecken an der Brillenmesse in Mailand die flämischen Brillen von theo!. Die farbenfrohe Kollektion ist bis heute eines der wichtigsten Standbeine von Iseli Optik. Die Macher von theo! versprechen theo loves you!, und wir können nur erwidern: And we love theo!

Serge beginnt 1992 zeitgleich mit Danma Daniel Pajares die Lehre als Augenoptiker bei Iseli Optik. Der ehemalige Einmannbetrieb ist auf sechs Mitarbeitende angewachsen. In diesem Jahr entscheiden sich Peter und Margrit auch Fassungen aus Naturhorn in das Sortiment aufzunehmen. Die hochwertigen Brillen aus dem kleinen Atelier in der Vulkaneifel sind noch heute am Rümelinsplatz zu bestaunen und werden zu einem weiteren Markenzeichen des kleinen Ladens, der sich dank Peter und Margrits Engagement bei der PdA und POCH zum Lieblingsbrillengeschäft der Basler Linken gemausert hat.

1994 ist es Zeit, den kleinen Laden etwas grösser zu machen. Es entsteht die Iseli Optik AG, und die vom Basler Atelier f&r gestalteten neuen Ladenlokalitäten am Rümelinsplatz 13 werden Anfang Sommerferien mit einem riesigen Fest eröffnet. Neben drei Absolventen der Schule für Gestaltung, die ihre Kreationen bei einer Modeschau vorführen, sind auch zwei blutjunge Schwaben mit von der Partie.

Jochen und Franz-Dieter hatten wir damals an der Brillenmesse in Köln entdeckt. Noch heute nennen wir die beiden nur die Reiz-Jungs. Sie sind die Gründer der Brillenmarke Reiz, ursprünglich Reiz Augenspiel. Auch wenn die Jungs heute nicht mehr ganz so jung sind, spüren sich noch immer den Puls der Zeit, und ihre Brillen sind seit bald 25 Jahren insbesondere bei unseren jungen und jungfühlenden Kundinnen und Kunden der Renner. Übrigens war der Umzug dank den zahlreichen Helferinnen und Helfer auch ohne Umzugswagen zu bewältigen.

1996 nimmt Iseli Optik die Brillen von LINDBERG ins Sortiment auf.  Die Firma wurde vom dänischen Optiker Poul-Jorn Lindberg mit dem Ziel gegründet,  Brillen ohne lästige Schrauben auf den Markt zu bringen. Heute tragen die dänische Königsfamilie, Politiker, Wirtschaftsgrössen, Prominente und Iseli-Kunden die Leichtgewichte aus dem Norden.

2000er | Zeit für die nächste Generation

2001 gehen die Aktien der Iseli Optik AG an die Söhne Marco und Serge über. Von nun an leiten Serge und Käthi, Marcos Frau, die Geschicke des Familienunternehmens in zweiter Generation.

Neben seinem Bachelorstudium an der FHNW beginnt Martin Kündig 2007 an den Samstagen und während der Semesterferien bei Iseli Optik zu arbeiten.

2009 steht die Liegenschaft am Rümelinsplatz 13 zum Verkauf. Der Makler ruft Serge an: «Ich würde das Haus am liebsten Ihnen verkaufen.» Serge winkt jedoch ab und meint, dieses Geld hätte er nicht. In einem Nebensatz erwähnt er diese Episode gegenüber seinem Vater. Peter reagiert sofort und kann die Liegenschaft tatsächlich kaufen. Das 40-Jahre-Jubiläum und der Hauskauf sind Anlass für ein grosses Fest im Laden und den zahlreichen Innenhöfen des Gebäudes.

2010er | Angekommen in der Zukunft

2011 steht ein weiteres Fest an. Mit Jazzband auf dem Platz, Kundenmodeschau und Grussbotschaft feiern wir 60 Jahre im Beruf von Peter. Kurz nach der grossen Sause schliesst Martin sein Studium zum Bachelor of Science FHNW in Optometrie ab und übernimmt die fachlich-optometrische Leitung von Peter.

2015 ist ein Jahr des Umbruchs. Nachdem Iseli Optik AG in den Letzen 20 Jahren stets Lehrlinge ausgebildet hat, verlässt uns die vorerst letzte Lehrtochter Maryke Ramtour. Nicht ohne sich davor für die Endrunde des Wettbewerbs «Lehrling des Jahres» zu qualifizieren. Und auch Martin verlässt die Iseli Optik AG, aber nur vorübergehend, um in Forest Grove an der Pacific University Oregon zu forschen. Aus diesem Grund braucht das Iseli-Team dringend Verstärkung. Glücklicherweise meldet sich Anita Herzog. Sie arbeitet seit den 1970er-Jahren auf dem Beruf; so viel Erfahrung ist Gold wert!

Nach seiner Rückkehr aus den USA 2016 schliesst Martin sein Studium an der Hochschule Aalen zum Master of Science in Vision Science and Business (Optometry) ab. Seine Masterarbeit «Objective and subjective measurements of visual fatigue induced by sustained onscreen reading», die während des USA-Aufenthalts entstand, wird mit dem renommierten Karl Ammon Optometry Award ausgezeichnet. Martin kehrt zur Iseli Optik AG zurück und beginnt mit dem Aufbau einer optometrischen Abteilung.

Im Januar 2017 entdecken Anita und Martin die Brillen der französischen Marke Caroline Abram. Nach kurzem SMS-Kontatk (ja nicht WhatsApp) mit den Zurückgebliebenen bestellen sie eine grosse Anzahl Fassungen. Die farbenfrohen Damenfassungen erweisen sich als der Renner des Jahres. Ob es zu einer neuen Liebesgeschichte kommt?

2018 erhält die Iseli Optik AG als Vorbereitung auf das grosse Jubiläum ein neues Erscheinungsbild. Die Jungs von Gala Design sorgen für einen frischen, farbenfrohen Auftritt, Ferdinando Godenzi sorgt für die passenden Teamfotos und Martin kümmert sich um die neue Webseite.

Aktuell sind wir fünf Mitarbeiter. Neben den beiden Inhabern Serge und seiner Schwägerin Käthi und dem Optometristen und Geschäftsführer Martin, auch unsere Perle Anita und seit kurzem wieder unsere Kubanerin Danma Papadopoulos, die in den 1990er-Jahren (damlas noch als Danma Daniel Pajares) die Lehre bei Iseli Optik absolviert hat.